
Inhaltliche Schwerpunkte
„Hilfen zur Erziehung sollen Jugendlichen und jungen Menschen, die zumindest zeitweilig in prekären Lebenskonstellationen aufwachsen, eine Jugend ermöglichen, […] in denen ihnen vergleichbare soziale Zugänge – wie gleichaltrigen Jugendlichen – zur sozialen Teilhabe eröffnet werden“ (BMFSJ).
Die inhaltliche Schwerpunktsetzung unserer ambulanten Hilfen zur Erziehung zeichnet sich durch eine intensive pädagogische Betreuung und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Familien aus, die meist durch fragile Beziehungskonstellationen sowie prekäre Lebensumstände geprägt ist. Dabei fokussiert die inhaltliche Ausgestaltung unserer Arbeit die Unterstützung der Familien bei der Bewältigung von Alltagsproblemen sowie die gemeinsame Erarbeitung und Internalisierung von adäquaten Problemlösungsstrategien, um die Eigenkräfte der Familien zu aktivieren, die als Hauptziel die Hilfe zur Selbsthilfe für die Familie erbringen soll.
Die AG KindGerecht versteht Familien dabei als Systeme. Ziel der systemischen Arbeit ist es, die Familien, die sich in Krisensituationen befinden, als neutraler Vermittler im Konfliktlösungsprozess zu begleiten und neue Perspektiven zu eröffnen, um eigene Lösungsansätze zu erarbeiten, da der Betroffene selbst der Experte für seine Lösung ist. Durch die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte soll eine Reduzierung familiärer Defizite und Belastungen im Umfeld eintreten, welche eine Maximierung der Stärken und Ressourcen des Kindes, des Jugendlichen und Familien zur Folge haben.
Lebensweltorientierung
Das Konzept der Lebensweltorientierung basiert auf den gewandelten Problemlagen und Bedürfniskonstellationen von Kindern, Jugendlichen und Familien und fokussiert bedarfsorientierte und individuelle Hilfen zur Lebensbewältigung. Die inhaltliche Ausgestaltung der Arbeit unserer pädagogischen Fachkräften setzt dahingehend ein hohes Maß an kritisch reflexiver Bewertung ihrer eigenen Arbeit und ihrer Rolle in der Lebenswelt der Kinder, Jugendlichen und Familien, die durch regelmäßige Formen professioneller Reflexion fort- und weitergebildet werden, voraus.
Die AG KindGerecht berücksichtigt die Lebenslagen, Lebensentwürfe und Bedürfnisse der Kinder, Jugendlichen und Familien, mit dem Ziel, die individuellen Problemlösungskompetenzen in den Verselbständigungsprozess mit einzubeziehen. Die pädagogischen Fachkräfte werden dazu angeleitet, in Anbetracht der Würde des Klienten, unter Augenmerk der sozialen Gerechtigkeit, ressourcenorientiert, respektvoll in Akzeptanz an seine Lebenswelt, neue offene Bewältigungsmuster zu initiieren und über eine gewisse Dauer zu internalisieren, um einen langfristigen Erfolg der ambulanten Hilfe zu etablieren.

Erlebnispädagogische Ausrichtung
Die Erlebnispädagogik ist eine Methode der sozialen Arbeit, die Individuen sowie Gruppen zum Handeln bewegt „mit allen Implikationen und Konsequenzen bei möglichst hoher Echtheit von Aufgabe und Situation in einem Umfeld, das experimentierendes Handeln erlaubt, sicher ist und den notwendigen Ernstcharakter besitzt“ (Hufenus). Durch die inhaltliche Ausgestaltung der Erfahrungen in der Natur, offerieren unsere pädagogischen Fachkräfte den Kindern und Jugendlichen Lernerfahrungen, um die Persönlichkeit altersentsprechend weiterzuentwickeln und die sozialen Kompetenzen adäquat auszubauen sowie die Selbstwirksamkeit zu steigern, wenn diese über ihre Grenzen hinausgehen.
Die AG KindGerecht offeriert Kindern und Jugendlichen erlebnispädagogische Einzel- und Gruppenangebote, mit dem Ziel, durch methodisch didaktisch vorbereitete Einheiten verschiedene handlungsorientierte Lernmöglichkeiten zu initiieren. Innerhalb der pädagogischen Arbeit steht die Förderung des Selbstbewusstseins und der sozialen Kompetenz im Vordergrund. Durch die Distanz zum Alltag können Lernprozesse realisiert werden und durch die Arbeit unserer pädagogischen Fachkräfte in den Alltag transferiert werden.
Erlebnispädagogischer Kooperationstag
Am monatlich stattfindenden erlebnispädagogischen Kooperationstag arbeiten unsere pädagogischen Fachkräfte mit wechselnden externen Kooperationspartnern aus den Bereichen Bewegung, Natur, Kreativität oder Entspannung zusammen, die den Kindern und Jugendlichen neue Erfahrungsräume eröffnen und vielfältige Lernimpulse setzen. Durch die inhaltliche Ausgestaltung schaffen die pädagogischen Fachkräfte einen Rahmen für ganzheitliches Lernen, bei dem praktische Erfahrungen, soziales Miteinander und persönliches Wachstum miteinander verbunden werden.
Die AG KindGerecht initiiert den erlebnispädagogischen Kooperationstag, mit dem Ziel, den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, neue Fähigkeiten zu entdecken, sich auszuprobieren oder Fähigkeiten weiterzuentwickeln sowie sich bedarfsorientiert zu vernetzen. Die pädagogischen Fachkräfte eröffnen einen Freiraum für positive Erfahrungen außerhalb des gewohnten Alltags und unterstützen die Kinder und Jugendlichen darin, neue Interessen zu entwickeln und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Durch die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte werden die Kinder und Jugendlichen ermutigt, sich neuen Herausforderungen zu stellen, Verantwortung zu übernehmen und ihre eigenen Stärken wahrzunehmen, um gleichzeitig die sozialen Kompetenzen, das Selbstvertrauen und die Achtsamkeit zu fördern.
Kinderschutz
Das Wohl eines Kindes oder eines Jugendlichen wird von einer gesunden körperlichen, seelischen und geistigen Entwicklung und seinem Wohlergehen umfasst. §8a SGB VIII bildet die gesetzliche Grundlage für den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung und ist damit ein zentrales Element der Kinder- und Jugendhilfe. Zur inhaltlichen Ausgestaltung unserer pädagogischen Arbeit hinsichtlich des Kinderschutzes haben wir ein eigenes Kinderschutzkonzept entwickelt. Es beschreibt klare Strukturen, Verhaltensweisen und Abläufe, die dem Schutz der Kinder und Jugendlichen dienen. Unser Kinderschutzkonzept orientiert sich an den gesetzlichen Grundlagen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt.
Das eigens entwickelte Kinderschutzkonzept der AG KindGerecht verfolgt das Ziel, Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und adäquat reagieren zu können, um die Sicherung des Kindeswohls zu gewährleisten. Dahingehend verpflichten sich unsere pädagogischen Fachkräfte dazu, bei Hinweisen auf eine mögliche Gefährdung des Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen eine fachlich fundierte Einschätzung im Rahmen einer InsoFa-Beratung vorzunehmen. Hierfür verfügen zwei unserer pädagogischen Fachkräfte über das Zertifikat „Insoweit erfahrene Fachkraft“(InsoFa) die kollegial beratend zur Seite stehen und bei der Einschätzung eines Verdachts auf Kindeswohlgefährdung assistieren.
Wir arbeiten…
Fallanfrage KindGerecht
Bitte füllen Sie dieses Formular aus, damit wir wissen, wie wir Ihnen helfen können.
Alle Angaben sind vertraulich und können nur von uns eingesehen werden (Datenschutzerklärung erfolgt am Ende).
Nach Eingang ihrer vollständig ausgefüllten Fallanfrage melden wir uns innerhalb einer Woche zurück.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen!
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